Körpersprache

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 KörperspracheWie Ihre ja wisst betreibe und erlerne ich bereits seit 3 1/2 Jahren die Kampfkunst Wing Tsun und bereite mich mittlerweile auf den 1. Technikergrad vor. Wir lernen unter anderem uns gegen mehrere Angreifer zur Wehr setzen zu können und ich denke schon dass es gut ist für diesen Whorst Case ein gewisses Rüstzeug an die Hand zu bekommen. Viel interessanter als das ist jedoch die Tatsache das mir eigentlich alle Trainingspartner (egal ob Männlein oder Weiblein) bestätigen, dass sie im Großen und Ganzen gar nicht erst in die Situation gekommen sind sich einer solchen Auseinandersetzung stellen zu müssen. Wing Tsun ist ein realistisches und praxisorientiertes Selbstverteidigungssystem in dem nicht nur gezeigt wird wie man sich im Ernstfall gegen Angreifer erfolgreich behauptet, sondern auch einem physischen Konflikt an erster Stelle wie ausweicht, denn nur ein vermiedener Kampf ist ein gewonnener Kampf (zumindest auf physischer Ebene). Zur Deeskalation ist es deshalb elementar wichtig dem Aggressor mit der eigenen Körpersprache, Gestik und Mimik die richtigen Signale zu senden.Gehen wir doch mal von der Situation aus, dass jemand wirklich nach Streit sucht. Welchen der nachfolgenden Drei Menschen wird er sich wohl herauspicken..?

Den Angreifer:
Der Angreifer ist auch bekannt als Möchtegern. Er steht dem Aggressor in einer breiten Körpersprache Positur aggressiv gegenüber und provoziert ihn noch durch eine freche Antworten. Seine Arme sind typischerweise vor der Brust verschränkt. Damit will er dem potentiellen Angreifer folgendes sagen: Du hast Dir den falschen ausgesucht und wenn Du weitermachst wirst Du Dein blaues Wunder erleben. So weit, so gut, aber sind die meisten Vertreter dieser Gruppe wollen den Gegner zwar durch Aufplustern, Drohgebärden und verbalen Attacken davon überzeugen dass es gesünder für ihn ist seine Anfeindungen einzustellen, laden Ihn aber genau mit dieser Verhaltensweise dazu ein genau das Gegenteil zu tun indem sie ihm unterbewusst sagen: "Ich will doch das Gleiche wie Du – Lass uns prügeln"!!! Dumm nur wenn sich dann dieses Verhalten als Bluff herausstellt, was oftmals der Fall ist.

Den "Feigling": Die meisten zivilisierten Menschen werden wahrscheinlich wie er reagieren. Feigling ist eigentlich nicht das richtige Wort weil es zu negativ ist und das Verhalten selbst ja vollkommen normal ist. Er will keine Schwierigkeiten und blickt deshalb zu Boden. Die Hände sind in Ihren Taschen vergraben und er hofft einfach dass der Aggressor ihn von allein in Ruhe lässt. Wir alle wissen aber leider nur zu gut dass er genau das nicht tun wird, denn er hat ja nun sein Opfer gefunden!!!

 KörperspracheDen Selbstbewussten: Wohl eher kaum und ich denke das ist der Grund warum Kampfkünstler im allgemeinen sehr selten in Schlägereien verwickelt werden. Alleine das Wissen sich im Notfall effektiv verteidigen zu können lässt uns die notwendige Sicherheit ausstrahlen. Weiterhin lernen wir durch Rollenspiele wie brenzlige Situationen friedlich gelöst werden können, indem wir zwar freundlich aber bestimmt dem Aggressor gegenübertreten, eben nicht zu Boden schauen sondern Blickkontakt herstellen. Unsere Hände vergraben wir nicht in den Taschen, sondern schieben sie vor unseren Körper. Dadurch unterstützen sie unsere Worte durch beschwichtigende Gesten und fungieren gleichzeitig als "Schutzschild", falls unser Gegenüber nicht von seinem Plan abweicht und uns angreifen sollte.

Wen ich jetzt durch diesen Artikel neugierig gemacht habe empfehle ich diese Seite mit kleinen Beispielvideos. Weiterführende Informationen erhaltet Ihr außerdem auf unserer Verbandsseite. Hier findet Ihr neben Grundlegenden Informationen zum Thema Wing Tsun auch eine sehr umfangreiche Datenbank mit Schulen in eurer Nähe.

8 thoughts on “Körpersprache

  1. Ich finde das sehr interessant…diese 3 Formen des Verhaltens….wenn man mal drüber nachdenkt steckt da wirklich was wahres dahinter…..vielleicht fange ich auch mit Wing Tsun an…
     

  2. Hey, super Artikel. Du hast absolut recht mit deiner Annahme, dass Kampfsportler wesentlich seltener in solche Situationen kommen. Ich weiß das nicht von mir selbst, sondern von meinem Freund. Wir sind jetzt 3 Jahre zusammen und es hat schon mehrmals Situationen gegeben (meist auf dem Heimweg von Discotheken) wo wir belästigt und "angemacht" worden sind. Aber er strahlt diese extrem selbstbewusste Ruhe aus, die einfach dafür sorgt, dass es nie zu echten Handgreiflichkeiten kommt. Er nimmt dann immer beide Hände nach vorne und macht diese "ruhig Brauner" Handbewegung, also beide Hände auf Körpermitte und dann bewegt er sie langsam so 15-20 cm runter. Er hat mir mal gesagt dass er sich von der Postion aus optimal verteidigen könnte, wenn es sein müsste, aber gleichzeitig Provokationen vermeidet, da es nicht nach einer Verteidigungsposition aussieht. :)

  3. Ich den vielen Jahren, in denen ich Erfahrungen in mehreren Kampfsportarten sammenln durfte, bin ich auch noch nie außerhalb des Trainings in einen körperlichen Konflikt geraten. Das mag daran liegen, dass sich meine Muskulatur durch das Training entwickelt hat und ich nicht wie das typische Opfer aussehe. Zum anderen suche ich natürlich auch nicht aktiv nach Streit. Leute, die das tun, sind körperlich unterfordert. Die sollen einmal mit mir 2 Stunden trainieren gehen, dann vergeht denen auch die Lust nach körperlichen Auseinandersetzungen. ;-)

  4. Hey, super Artikel. Du hast absolut recht mit deiner Annahme, dass Kampfsportler wesentlich seltener in solche Situationen kommen. Ich weiß das nicht von mir selbst, sondern von meinem Freund. Wir sind jetzt 3 Jahre zusammen und es hat schon mehrmals Situationen gegeben (meist auf dem Heimweg von Discotheken) wo wir belästigt und "angemacht" worden sind. Aber er strahlt diese extrem selbstbewusste Ruhe aus, die einfach dafür sorgt, dass es nie zu echten Handgreiflichkeiten kommt. Er nimmt dann immer beide Hände nach vorne und macht diese "ruhig Brauner" Handbewegung, also beide Hände auf Körpermitte und dann bewegt er sie langsam so 15-20 cm runter. Er hat mir mal gesagt dass er sich von der Postion aus optimal verteidigen könnte, wenn es sein müsste, aber gleichzeitig Provokationen vermeidet, da es nicht nach einer Verteidigungsposition aussieht.
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  5. Ist schon bewiesen worden, das Frauen die selbstbewusst auftretenwesentich weniger zum Opfer werden. Also sollte man das auf jeden Fall tun – selbst wenn man es nicht braucht, aber vielleicht ein stärkeres Auftreten hat

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