Mein Jahresrückblick (Teil 1)

Den letzten Tag des Jahres möcht ich für meinen ganz persönlichen Jahresrückblick nutzen. Lest also hier den ersten Teil, in dem ich die Monate Januar bis Juni Revue passieren lasse.

Onkel TubiIch finde kaum ein Jahr zuvor war so ereignissreich wie Dieses – Freud und Leid lagen oft dicht beieinander. Für mich persönlich fing das 2009 sehr turbulent an und ich war vor allem beruflich mit vielen Dingen unzufrieden. Nachdem ich daran aber einiges geändert hab gab es dann ab März doch mehr Höhen als Tiefen und ich blicke insgesamt gesehen sehr positiv auf das vergangene Jahr zurück.

Der Januar begann für mich arbeitstechnisch im Prinzip so wie der Dezember aufhörte. Ich war mit einigen Dingen ziemlich unzufrieden, die bei meinem Arbeitgeber liefen.  Deshalb steigerte es meine Laune in keinster Weise als ich am 05. Januar mich nach dem Weihnachtsurlaub auf den Weg zur Arbeit machte und vor lauter Schneegestöber erst mal nicht aus Wanne-Eickel rauskam – Der ÖPNV war restlos mit dem plötzlichen (und sehr heftigen) Wintereinbruch überfordert, so dass ich erst einen Tag später meinen Dienst wieder antreten konnte.

Ebenfalls im Januar startet ich meine ersten Gehversuche als Blogger bei Overblog um meine Seite itssimple.de   bekannter zu machen. Sehr schnell entwickelte ich ziemlich großen Spass an der Bloggerei und der eigentliche Gründungszweck geriet in den Hintergrund.Marcel als Clown

Bewegt hat mich im Januar vor allem das "Wunder vom Hudson River", bei dem der Pilot des US Airways Fluges 1549 Chesley B. Sullenberger durch eine Not- und Punktlandung auf dem Hudson River 155 Menschen das Leben rettete.

Im Februar wurde die Situation im Job nicht besser, ganz im Gegenteil und so entschloß ich mich nach fast 10 Jahren der Finanzdienstleistung den Rücken zu kehren. Einer der schöneren Momente seht Ihr auf dem Bild, als mein Kollege Marcel an Weiberfastnacht mit Berlinern bewaffnet und als Clown verkleidet ins Büro kam. Trotz und alledem stand mein Entschluss fest und Ende Februar hatte ich meinen Probetag bei meinem neuen Arbeitgeber.

[aartikel]3868830235:left[/aartikel]Den Arbeitsvertrag bei der Swedex unterschrieb ich dann am 03. März (Ironie des Schicksals -  am gleichen Tag stürzte  das Kölner Stadtarchiv ein) und es war privat und beruflich gesehen die richtige Entscheidung, denn zum Einen spiegelt sich meine berufliche Zufriedenheit auch im Privatleben wieder und zum Anderen bin ich nicht so lange unterwegs, da mein Arbeitsplatz deutlich näher an meiner Homebase liegt.

Am 05. April war es schließlich soweit: Dieser Blog  erblickte ganz offiziell das Licht der Welt und ich bin richtig stolz auf mein Baby!!! Sehr schnell stieß ich bei Overblog an meine Grenzen und ich erkannte dass mir der Wechsel zu WordPress und eine eigene Topleveldomain nur Vorteile bringen. Gesagt – getan und das Ergebniss könnt Ihr nun hier bewundern.

Sehr bestürzt hat mich im April besonders wie die Öffentlichkeit mit No Angels-Sängerin Nadja Benaissa nach Ihrer Verhaftung umgegangen ist. Viele Medien haben Sie doch  schon bezüglich des Vorwurfes sie hätte bewusst Ihre Sexualpartner mit HIV angesteckt vorverurteilt. Vielleicht sollte Jeder etwas mehr vor seiner eigenen Tür kehren, dann hätten wir glaub ich einige Probleme weniger…

Im Mai  bestand ich u.A. die Prüfung zum 8. Schülergrad Wing Tsun. Beruflich lief alles glatt, ich hab bei meinem Arbeitgeber gut Fuß gefasst und fühl mich bis zum heutigen Tag dort sehr wohl. Gruselig fand ich allerdings das Finale von DSDS bei dem Daniel Schuhmacher schließlich das Rennen machte. Ich glaube die Spekulationen der Bildzeitung er würde nun reich werden haben sich in Wohlgefallen aufgelöst. Ich hab auf jeden Fall später nix mehr von ihm gehört.

Umso ereignissreicher war dafür der Juni. Mysteriös waren zum Einen der Tod von David Carradine , der im Alter von 72 Jahren in Bankog starb. Zum Anderen ging Michael Jackson unter mehr als merkwürdigen Umständen und viel zu früh von uns.

Auf Kawonga startete das erste Bloggerquartett, meine erste Blogparade und privat feierte ich meinen ersten Hochzeitstag. Witzigerweise heiratete Boris Becker im gleichen Monat seine Lilly ;-).

So das war Teil eins meines ganz persönlichen Jahresrückblicks. Ich hoffe er hat euch gefallen und ihr freut euch auf Teil 2. Den gibt es Morgen und dort schaue ich dann auf die Monate Juli bis Dezember zurück.


Und Jetzt wünsch ich auch allen einen guten Rutsch ins Jahr 2010. Lasst es euch gut gehen und feiert recht schön – wir lesen uns Morgen wieder :-)

Auf gute Freunde

Als ich heute Morgen auf der Suche nach einem schönen Spruch zum Jahreswechsel stieß ich auf den Refrain von "Auf gute Freunde". Zuerst hat mich das sehr amüsiert und fand das ziemlich kitschig, aber je mehr ich darüber nachdachte kam ich dann doch zu der Meinung dass es wohl kaum einen schöneren Song (wohlgemerk – gemeint ist der Song und nicht der Refrain als Silvesterspruch!!!) für diesen Anlass gibt. So sagte ich zu mir selbst: "Micha" (ich dutz mich nämlich) "eigentlich haben Deine Leser schon lang nix mehr auf die Ohren bekommen" :-D und so präsentiere ich (Youtube sei Dank) euch hier und heute an diesem schönen Silvestertag eine sehr schöne Liveversion von "Auf gute Freunde" Viel Spass damit:

Meine Gedanken zum Blogger-Arschtritt

In der letzten Zeit war ziemlich viel über das Sommerloch, die Herbstdepression und die allgemeine "Schreibfaulheit" von vielen Bloggern zu lesen – sogar von einem erneuten Blogsterben war teilweise die Rede. In diesem Zusammenhang stieß ich auf einen Bemerkenswerten und sehr emmotional geschriebenen Artikel von Tanja, die ihrem Unmut einfach mal Luft gemacht hat und kurzerhand einen Blogger-Arschtritt verteilt hat.

Um es vorweg zu nehmen liebe Tanja: Zumindest bei mir musst Du keine Angst haben Dich im Ton vergriffen zu haben . schließlich sind wir ja (fast) Landsleute….also Du als Altbayerin und ich als gebürtiger "Neubayer" und gerade dieser Menschenschlag sagt viele Dinge eben ziemlich direkt – a biss gscherter wia die andern hoid ;-) – Vielmehr hat mich Dein Artikel zum nachdenken gebracht und ich nehm ihn einfach mal zum Anlass meine persönliche Sicht der Dinge zu schildern:

Ich denke nähmlich dass das derzeitige "Schweigen im Walde"  durch das Zusammentreffen unterschiedlicher Faktoren verursacht wurde: Auslöser und ich denke da sind wir uns alle einig dürfte der Sommer und die damit verbundene Tatsache sein, dass eben sehr viele Menschen im Urlaub sind bzw. das Leben eher draussen stattfindet. Dem Einen oder Anderen geht es persönlich nicht so gut und zieht sich deshalb von der Schreibfront zurück und wiederum Andere sind im realen Leben ziemlich eingespannt. Zu der letzten Gruppe zähle ich mich. Ich habe im März den Arbeitgeber gewechselt und nach einem halben Jahr Vollgas bin jetzt gerade dabei richtig Fuß zu fassen. Dann trainiere ich noch 3 mal die Woche und so erklärt es sich, dass ich oftmals einfach zu platt bin einen vernünftigen Artikel zu verfassen. Nebenbei bemerkt finde ich es auch sinnvoller nur etwas zu schreiben wenn man auch etwas zu sagen hat, anstatt nur um seinen selbst gesetzten Ansprüchen gerecht zu werden Nachrichten aus dem Tagesgeschehen veröffentlicht – aber das ist wie gesagt meine Meinung.

Bei vereinzelten Blogs wär das ja auch weiter gar nicht tragisch, aber wir Blogger sind ja auch Weltmeister im Vernetzen und greifen oftmals Themen anderer Bogs auf (wie das beispielsweise gerade in diesem Artikel geschieht). Wenn aber überall nur gähnende Lehre herrscht ist klar dass nix Konstruktives rauskommen kann. Bei dieser Gelegehnhet ist es mir auch ein Bedürfniss mich bei den Gewinnern des Bloggerquartetts zu entschuldigen. Euere Sachen sind seit geraumer Zeit schon verpackt, haben aber aufgrund meiner soeben geschilderten Situation den Weg zur Post noch nicht gefunden.  ICH VERSPRECHE ABER HOCH UND HEILIG DASS ALLE PÄCKCHEN DIREKT ANFANG DER KOMMENDEN WOCHE RAUSGEHEN!!!

Soweit zur "Fehleranalyse" – aber wie soll es jetzt weitergehen…? Ich denke mal dass jetzt durch die wettertechnisch ungemütliche Jahreszeit auch wir Blogger wieder etwas mehr Zeit am PC verbringen werden – ich selbst hab schon seit längerer Zeit einige Themen auf dem Zettel über die ich gern schreiben würde und vor allem: Seit einigen Tagen wieder mal richtig Bock drauf!!! Wie ich den Kommentaren zu Tanjas Artikel entnehmen konnte hat sie noch mehr Kollegen zum Nachdenken bringen können und so bin ich ziemlich zuversichtlich, dass sich die Bloggosphäre auch langsam aber sicher wieder mit Leben füllen wird – totgeglaubte leben meinstends länger und hieß es beispielsweise nicht bereits zu Jim Morrisons Zeiten "ROCK IS DEAD"…?

In diesem Sinne….

Herbsttag

Seit meiner Schulzeit in den  1980ern , als wir kleinen Wissendurstler R.M. Rilkes “Herbsttag” durchnahmen, denke ich jedes Jahr um diese Blätter färbende/fallende/glibbrig auf dem Boden liegende Zeit an diese bedeutungsschwangeren Zeilen zurück und fange an das vergangene Jahr revue passieren zu lassen. Ich denke mal dieses Gedicht ist ein Klassiker des Deutschunterrichts und weil es in die Zeit passt mag ich es auch ganz gern hier veröffentlichen:

Herbsttag

Herr: es ist Zeit. Der Sommer war sehr groß.
Leg deinen Schatten auf die Sonnenuhren,
und auf den Fluren laß die Winde los.

Befiehl den letzten Früchten voll zu sein;
gib ihnen noch zwei südlichere Tage
dränge sie zur Vollendung hin und jage
die letzte Süße in den schweren Wein.

Wer jetzt kein Haus hat, baut sich keines mehr.
Wer jetzt allein ist, wird es lange bleiben,
wird wachen, lesen, lange Briefe schreiben
und wird in den Alleen hin und her
unruhig wandern, wenn die Blätter treiben.

Rainer Maria Rilke (1875-1926)

Wohin solls denn nun gehen?

Bereits vor einiger Zeit tieß ich auf  eine kleine Geschichte die  mich tief beeindruckte. Inspiriert durch das Advertorial über Eugen Simon fiel sie mir wieder ein und ich finde sie dermaßen beeindruckend, dass sie euch an dieser Stelle auch nicht länger vorenthalten möchte:

Ein Mann fährt zum nächstgelegenen Flughafen, begibt sich an den Schalter einer beliebigen Fluggesellschaft und möchte ein Flugticket lösen. Der Verkäufer fragt ihn: “Sehr gern. Aber, wohin bitte?”

Der Mann antwortet: “Oh, ich möchte an einen Ort fliegen, an dem ich glücklich sein kann. An einen Ort, an dem ich einen guten Arbeitsplatz in einer guten Firma finde. An einen Ort, an dem ich vielleicht ein Geschäft eröffnen kann. Sehen Sie, ich möchte, dass ich dort ordentlich verdienen kann. Und ich möchte, dass es meiner Familie dort gut gefällt. Wieso zögern Sie? Geben Sie mir endlich das Flugticket! Ich bezahle ja auch gut dafür.”….

Merkt Ihr was…? Bei dieser schwammigen Zieldefinierung war es dem freundlichen Mitarbeiter am Flughafenschalter nur sehr schwer möglich dem Mann zu helfen.  Und ist es nicht komisch…? Irgendwie streben wir doch alle nach Glück, beruflichem Erfolg, Wohlstand und all solche Dinge. Doch definieren wir wirklich immer genau was wir haben wollen oder verhalten wir uns nicht auch oftmals wie besagter Reisender…?