Umfrage: Helmut Schmidt größtes Vorbild der Deutschen

cc by wikimedia/ nvpswitzerland

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Es ist schon immer wieder erstaunlich wie Alt-Kanzler Helmut Schmidt in den Augen vieler immer wieder den Nerv der Zeit trifft und damit Aussagen macht, die die meisten Deutschen nur bejahen können. So wird es die meisten wohl auch wenig überraschen, dass er in einer Forsa-Umfrage im Auftrag des Magazins „Stern“ als größtes Vorbild der Bundesbürger benannt wurde.

Zwölf Persönlichkeiten hatten die Befragten zur Auswahl, bei denen Helmut Schmidt mit 76 Prozent mit deutlichem Abstand auf dem ersten Platz landete. Mit 65 Prozent folgt auf dem zweiten Platz Günther Jauch. Die Bundeskanzlerin Angela Merkel belegt mit 59 Prozent den dritten Platz, gefolgt von dem neuen Bundespräsident Joachim Gauck mit 50 Prozent.

Auf den weiteren Plätzen landeten Jogi Löw, Margot Käßmann, Marcel Reich-Ranicki, Ursula von der Leyen, Frank-Walter Steinmeier, Thomas Gottschalk und VW-Chef Martin Winterkorn. Das Schlusslicht mit lediglich sechs Prozent bildet der ehemalige Bundespräsident Christian Wulff.

Deutschland hat gewählt

Nun hat Deutschland gewählt und wir werden künftig mit hoher Wahrscheinlichkeit von einer schwarz-gelben Koalition regiert. Union und FDP am Sonntag haben  laut Hochrechnungen mehrerer Fernsehsender eine stabile Mehrheit der Zweitstimmen errungen und die FDP erzielt 14,3 Prozent  ihr bislang bestes Ergebnis bei Bundestagswahlen überhaupt. Damit erhielten beide Parteien gemeinsam eine Mehrheit von rund 48 Prozent. Historisch war auch das schlechte Wahlresultat der  SPD – lediglich 23,3 Prozent der Wähler vertrauten der Partei und gaben ihr ihre Stimme. Somit bildet die SPD zusammen mit den Grünen (10,0 Prozent) und der Linkspartei (12,3 Prozent) die Opposition.

Die Wahlbeteiligung ist mit 71,2 Prozent (Quelle ZDF) auf den niedrigsten Stand seit Bestehen der Bundesrepublik überhaupt gesunken.

Auch wenn die Piratenpartei den Einzug in den Bundestag nicht geschafft hat erreichte sie immerhin einen Stimmenanteil von 2,0 Prozent. Somit ist sie quasi aus dem Stand die stärkste Kraft unter den Kleinparteien geworden. Aus Ihrer Internetseite ist zu lesen:

"Das außerordentlich gute Wahlergebnis ist ein wichtiger Schritt für die noch junge Partei. Es zeige, dass ihre zentralen Anliegen – Bürgerrechtsschutz, ein faires Urheberrecht, mehr direkte Demokratie und der ungehinderte Zugang zu Wissen – bei immer mehr Menschen in Deutschland auf Zustimmung stoßen."

Und weiterhin:

"Laut Infratest dimap konnte die Piratenpartei besonders bei den männlichen Erstwählern punkten – rund 13% hätten sie gewählt. Laut Piraten sei dies ein deutliches Zeichen, dass gerade junge Menschen sich von den etablierten Parteien immer weniger vertreten fühlten."

So schnell wie die Piratenpartei Sympatisanten und Anhänger gefunden hat bin ich mir sicher dass Sie bei zukünftigen wahlen immer mehr an Bedeutung gewonnen hat. Der nächste Zielhafen ist jetzt die Landtagswahl 2010 in NRW also - Segel setzen und los ;-)

 

Budestagswahl 2009 – Bereit zum Ändern?

Nun ist der Wahlkampf vorbei und seit heute Morgen um 8.00 haben wir es in der Hand wer unsd die nächste Legislaturperiode regieren wird. Wie in einem früheren Artikel und in der Werbeleiste links unschwer zu erkennen ist schlägt mein politisches Herz für die Piratenpartei und selbstverständlich habe ich Ihnen meine Stimme gegeben. Was mich an den Piraten so anspricht haben Sie in Ihrem heutigen Wahlaufruf auf ihrer Homepage kurz und knackig zum Ausdruck gebracht und da ich es micht besser formulieren kann gestatte mir der interessierte Leser hier das entsprechende Zitat:

" In Deutschland kann sich etwas ändern und es wird sich was ändern, wenn wir alle heute zur Wahl gehen und unser Kreuz – vorzugsweise einen Änderhaken – setzen. Diese Wahl kann einiges in der Politiklandschaft durcheinander wirbeln, denn nie zuvor war das Thema Bürgerrechte so präsent, wie diesmal…"

Diese Tatsache belegt auch die gestrige Wahlsendung mit Stephan Raab auf Pro7, in der dieses Thema sehr kontrovers diskutiert wurde. So sagte ein Herr Gysi von den Linken "dass er selbstkritisch eingestehen müsse diese Themen vernachlässigt zu haben" und er gelobte Besserung. Aber irgendwie haben mich seine Worte nicht überzeugt….

Ich denke auch dass es ein großer Fehler der "großen Parteien" ist wie gestern geschehen die Piratenpartei nur milde zu belächeln und nicht wirklich ernst zu nehmen. Schließlich betreiben sie Ihren Wahlkampf in erster Linie mit Hilfe der sogenannten neuen Medien und sprechen damit gerade die Erstwähler an. Und diese sind bekanntermaßen bei dieser Wahl so Zahlreich wie selten zuvor!!!

Ich hoffe sehr  und bin ziemlich zuversichtlich dass die Piratenpartei den Einzug in den Bundestag schafft. Schließlich ist sie innerhalb kürzester Zeit von 1.600 auf 9.000 Mitglieder angewachsen (Tendenz steigend) aun bekommt immer mehr prominente Schützenhilfe und vielleicht habe ich dem/der einen oder anderen Unentschlossenen mit diesen Zeilen doch noch dazu bewegen können von seinem Wahlrecht gebrauch zu machen und einen Ö und bin ziemlich zuversichtlich Änderhaken zu setzen…

Under Jolly Roger

In einem früheren Artikel habe ich bereits dazu aufgerufen wählen zu gehen und wenn ich mich in der Bloglandschaft so umsehe, scheinen auch viele Kollegen dieses Thema sehr ernst zu nehmen. Das ist auch gut so, denn die niedrige Wahlbeteiligung bei letzten Europawahl war schon sehr erschreckend.

Im Rahmen dieser besagten Wahl nahm ich auch  die Piratenpartei erstmals wahr, schenkte ihr aber zugegebenermaßen sehr wenig Beachtung.  Dies änderte sich schlagartig der Aufnahme des Ex-SPD Mitglieds  Jörg Tauss und dem damit verbundenen Wirbel wegen der staatsanwaltschaftlicher Ermittlungen gegen seiene Person (Verdachts des Besitzes kinderpornographischer Schriften). Damit keine Missverständnisse Aufkommen: ich finde Kinderpornographi das absolut Letzte und ausnahmslos Jeder der sich solcher Verbrechen schuldig macht sollte die volle Härte des Gesetzes treffen. Dennoch bin ich der Meinung dass

  • Jeder erst einmal als unschuldig gilt bis ihm die Schuld nachgewiesen ist  und
  •  nicht von einzelnen Personen auf die komplette Partei geschlossen werden  kann

Dieser Wirbel jedenfalls führte dazu, dass ich mich intensiver mit dem Partei- und Wahlprogramm der Piratenpartei auseinandergesetzt habe und was stellte ich fest? Sie setzt sich genau für die Belange ein die auch mir wichtig sind und viel mehr noch – ich treffe in der Piratenpartei auf Menschen die auch meine Sprache sprechen!!!! Da ich im Vertrieb tätig bin verfüge ich sicherlich über eine gewisse Rhetorik, aber trotzdem müssen die Dinge doch nicht komplizierter ausgedrückt werden als sie sind.

Die etablierten Parteien unterscheden sich meiner Meinung nach nur noch durch ihre Couleur und es wird Zeit für frischen Wind in der Parteienlandschaft. Deshalb bin ich bereit zum ändern und es ist für mich Sonnenklar wo ich am 27. September mein Kreuz setze und ich kann mir auch sehr gut vorstellen Mitglied der Piratenpartei zu werden um so noch mehr aktiv für meine Belange einzutreten.

Übrigens – wer sich jetzt fragt wie ich auf das Plakat oben links gekommen bin dem sei gesagt, dass ich bei Markus auf die Aktion „Ich wähle PIRATEN!“ von twitgeridoo aufmeksam geworden bin und die so toll fand, dass ich es mir nicht nehmen lies ebenfalls Flagge zu bekennen…

 

Geht wählen

Die Plakatlandschaft in diesem unseren Lande verrät es nur zu deutlich:  Der  27. September, der Tag der Bundestagswahl rückt immer näher. Eigentlich vermeide ich auf Kawonga politische Themen, aber die erschreckend niedrige Wahlbeteiligung der diesjährigen Europawahl hat mich dazu veranlasst hier einen Wahlaufruf zu starten.

Den entscheidenden Ruck hierzu hat mir Alex gegeben,  als er letzte Woche auf seinen neuen Politik-Blog aufmerksam gemacht hat. Ich finde solch ein Engagement sehr gut, ist doch die Politikverdrossenheit hierzulande schon sehr gross. Auf der einen Seite versteh ich es ja – unterscheiden sich die "üblichen Verdächtigen" Augenscheinlich gerade mal durch Ihre Parteifarben. Aber ist nicht die Ausübung des Wahlrechts hier die passende Gelegenheit um den "Großen" mal zu zeigen dass es so nicht weitergeht…?

Deshalb mein Apell: Informiert euch, schaut Euch die Wahlprogramme der Parteien an und diskutiert mit Euren Freunden, Familie und Kollegen. Laßt Euch von Argumenten überzeugen oder überzeugt euch selbst, denn dann merkt man auf diese Weise sehr schnell, ob die eigene politische Meinung zu Ende gedacht ist oder ob man sich nochmal informieren sollte.

Aber das Wichtigste – Bitte geht Wählen, schließlich beeinflusst der Ausgang der Wahl das Alltagsleben von uns allen.  Nur wer sich aktiv an unserer Demokratie beteiligt hat überhaupt die Chance auf die Geschicke unseres Landes Einfluss nehmen. Nichtwähler hingegen sind meiner Meinung nach nicht in der Position sich hinterher über irgendwas aufzuregen!!!

Eine etwas ionische Sicht der Dinge zeigt Detlev Buck in dem er sagt: "Ich finde Wahlaufrufe grundsätzlich nicht gut" .Es handelt sich hierbei um einen augenscheinlichen Anti-Wahlaufruf, in dem zahlreiche deutsche Prominente dazu raten, die Bundestagswahl ungenutzt verstreichen zu lassen und ist der deutsche Pendant eines US-amerikanischen Wahlaufrufs. Den Clip fand ich so toll, dass ich Ihn euch hier zeigen möchte…